Liebe Leserinnen, liebe Leser,
bei der Bewertung von Pensionsrückstellungen gibt es Änderungen und damit Entlastung für Unternehmer, allerdings ausschließlich bezogen auf die Handelsbilanz.

Nicht geändert, sondern nur geplant und zugleich auch heftig kritisiert, ist ein Entwurf beim Thema Registrierkassen.

Weder neu noch geplant, jedoch absolut wissenswert sind die Pflichtangaben, die eine Rechnung enthalten muss.

Auch wissenswert ist die Info der Minijob-Zentrale, dass sich bei ihren Bankverbindungen eine Änderung ergeben hat.

Und wenn Sie mit dem Gedanken spielen, die eine oder andere Veränderung in Ihrem Leben vorzunehmen, ermuntert Sie Dr. Manfred Winterheller mit seinen 6 Ideen dazu.

In diesem Sinne - viel Freude bei der Lektüre!


Herzlichst
Ihr
Otto Kieninger und Joachim Vogel
entlastet & entfernt
Der Gesetzgeber hat die Bewertungsmodalitäten für Pensionsrückstellungen in der Handelsbilanz geändert. Die Neuerungen betreffen jedoch nicht die Steuerbilanz.

Entlastung verschafft
Der Zeitraum für die Ermittlung des durchschnittlichen Marktzinssatzes wurde von sieben auf zehn Jahre erweitert. Damit soll dem niedrigen Zinsniveau Rechnung getragen werden. Bei einer Restlaufzeit der Pensionsverpflichtungen von 15 Jahren würde die Durchschnittsbetrachtung, auf der Basis von sieben Jahren, zu einem Durchschnittszinssatz von 3,89 %, bei zehn Jahren zu einem Durchschnittszinssatz von 4,30 % führen. Dies dürfte im Allgemeinen zu niedrigeren, handelsrechtlich auszuweisenden Pensionsrückstellungen von rund 6 % führen. Damit wird den Unternehmen zumindest vorübergehend eine Entlastung ihrer Jahresabschlüsse durch weniger stark ansteigende Pensionsrückstellungen verschafft.

Wahlrecht möglich
Diese Neuregelung kann als Wahlrecht für Jahresabschlüsse zum 31. Dezember 2015 angewendet werden. Sie gilt in jedem Fall für Jahresabschlüsse ab 31. Dezember 2016. 

Auch wenn die Änderung der handelsrechtlichen Vorgaben positiv zu bewerten ist, trifft diese Neuregelung nicht auf die Berechnung der Pensionsrückstellungen für steuerbilanzielle Zwecke zu. Hier ist weiterhin der Rechnungszinsfuß von sechs Prozent heranzuziehen, was mit Blick auf das heutige Zinsniveau ein ganzes Stück von der Realität entfernt ist.
geplant & kritisiert
Das Bundesfinanzministerium plant mit einem neuen Gesetz, Manipulationen an Kassen künftig wirksamer zu bekämpfen. Damit sollen die Unveränderbarkeit von digitalen Grundaufzeichnungen, wie zum Beispiel Kassenaufzeichnungen, sichergestellt und Manipulationen ein Riegel vorgeschoben werden.

Der Entwurf sieht folgende Maßnahmen vor:
1. Verpflichtender Einsatz einer technischen Sicherheitseinrichtung bei Nutzung eines elektronischen Aufzeichnungssystems.
2. Einführung einer Kassen-Nachschau.
3. Sanktionierung von Verstößen.

Elektronische Aufzeichnungssysteme sollen künftig über eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung verfügen. Dadurch soll jede digitale Aufzeichnung (zum Beispiel Geschäftsvorfall oder Trainingsbuchung) protokolliert werden.

Zudem soll eine Kassen-Nachschau eingeführt werden. Diese kann während der üblichen Geschäftszeiten (in der Gastronomie also auch abends) unangekündigt erfolgen.

Werden Verstöße gegen die neuen Verpflichtungen festgestellt, sollen diese als Steuerordnungswidrigkeit mit einer Geldbuße von bis zu 25.000 EUR geahndet werden können, unabhängig davon, ob ein steuerlicher Schaden entstanden ist oder nicht.

Bereits jetzt hagelt es Kritik an dem Entwurf. Es bleibt also abzuwarten, ob und in welcher Form das Gesetz letztendlich umgesetzt wird. Was allerdings sicher ist: Ende 2016 läuft die Übergangsfrist für alte Registrierkassen aus – wir haben bereits in unserer letzten Newsletter-Ausgabe darüber berichtet.
vollständig & korrekt
Eigentlich ist es doch ganz klar, welche Angaben eine Rechnung enthalten muss. Oder doch nicht? Fakt ist, wenn Rechnungsangaben fehlen oder falsch sind, ist der Vorsteuerabzug des Leistungsempfängers gefährdet. Dabei liegt es oftmals an Formalitäten, die einfach zu beachten sind.

Eine Rechnung muss grundsätzlich folgende Angaben enthalten:
1. Den vollständigen Namen und die vollständige Anschrift des leistenden Unternehmers und des Leistungsempfängers.
2. Die dem leistenden Unternehmer erteilte Steuernummer oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummer.
3. Das Ausstellungsdatum.
4. Eine fortlaufende Nummer mit einer oder mehreren Zahlenreihen, die vom Rechnungsaussteller einmalig vergeben wird.
5. Die Menge und Art der gelieferten Gegenstände oder den Umfang und die Art der sonstigen Leistung.
6. Den Zeitpunkt der Lieferung oder sonstigen Leistung.
7. Das nach Steuersätzen und einzelnen Steuerbefreiungen aufgeschlüsselte Entgelt, den Steuersatz, den Steuerbetrag sowie jede im Voraus vereinbarte Minderung des Entgelts.
8. Im Fall einer Steuerbefreiung einen Hinweis darauf.

Unser Tipp: Eingangsrechnungen sind sofort auf ihre Vollständigkeit und Richtigkeit hin zu überprüfen, um den Vorsteuerabzug nicht zu gefährden.
geändert & genutzt
Unternehmer, die Minijobber beschäftigen, müssen Sozialversicherungsbeiträge sowie Pauschalabgaben an die Minijob-Zentrale abführen. Dafür stehen verschiedene Bankverbindungen zur Verfügung. In diesem Zusammenhang gab es eine Änderung.

Aktuell macht die Minijob-Zentrale darauf aufmerksam, dass ihr Konto bei der SEB AG, Essen (IBAN: DE03 3601 0111 1828 1412 00) nur noch bis zum 30. April 2016 für Überweisungen genutzt werden kann. Stattdessen sollte eine der folgenden Bankverbindungen verwendet werden:

• Commerzbank AG, Cottbus, IBAN: DE86 1804 0000 0156 6066 00
• Deutsche Bank AG, Cottbus, IBAN: DE60 1207 0000 0511 0382 00
• Landesbank Hessen-Thüringen, IBAN: DE17 3005 0000 0000 6666 44

elektronisch
Anträge auf Vorsteuervergütung von ausländischen Unternehmern aus Drittstaaten müssen ab dem 1. Juli 2016 ausschließlich auf elektronischem Weg über das Online-Portal des Bundeszentralamtes für Steuern (BZSt) eingereicht werden.
vereinbart
Wenn Abschlagszahlungen im Rahmen von Werkverträgen vereinbart sind, ist die Gewinnrealisierung weiterhin nach den allgemeinen Grundsätzen vorzunehmen. Die Gewinnrealisierung erfolgt damit in der Regel erst dann, wenn das Werk abgenommen ist. Die Finanzverwaltung wollte zunächst eine frühere Versteuerung der Gewinne erreichen, hat ihre Absicht aber inzwischen aufgegeben.
günstiger
Seit 2009 besteht die Möglichkeit, eine GmbH beim Notar mittels eines Standard-Gründungsprotokolls zu errichten. Die Gebühren für diese Rechtsform sind seitdem günstiger geworden.
aufteilen
Im Scheidungsfall müssen Ehegatten den Zugewinn und nicht das Vermögen unter sich aufteilen.
6 Ideen pro Veränderung
Wenn wir etwas verändern möchten, müssen wir „ins Tun“ kommen. Dr. Manfred Winterheller, Unternehmer, Referent und Autor, stellt 6 Ideen vor, mit denen wir unser Leben verändern können:

1. Positive Gedanken halten das Gehirn gesund
2.  Lass negative Gedanken nicht zu
3. Verbringe gezielt Zeit mit Menschen, die Dir gut tun
4. Minimiere die Zeit, die Du Deinen Energie-Vampiren opferst
5. „Mangelndes Talent“ hat als Ausrede ausgedient: Üben ist der Schlüssel
6. Vergiss den Big Bang: Viele kleine Schritte führen in der Summe viel weiter als eine einzige Gewaltanstrengung

Den ausführlichen Beitrag finden Sie unter www.kieninger-stbg.de.

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Quelle: brand eins Wirtschaftsmagazin
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