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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
das hat schon Seltenheitswert: nachdem sich die Politiker bei der Erbschaftsteuerreform noch immer nicht einigen konnten, macht jetzt das Bundesverfassungsgericht Druck und teilte mit, dass es sich nach der Sommerpause Ende September 2016 selbst der Sache annehmen werde, sofern bis dahin kein Ergebnis vorliege. Man darf also gespannt sein, was sich bis dahin tut. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

Durchaus gespannt dürfen Sie auch auf unsere weiteren Themen in dieser Ausgabe sein. Ob bei der Übertragung eines Betriebsgrundstücks, Jahressonderzahlungen beim Mindestlohn, Unfallkosten im Zusammenhang mit der Entfernungspauschale oder Kinderbetreuungskosten – die Beitragsauswahl ist vielfältig und aktuell.

Im August macht unser Newsletter eine kleine Sommerpause. Im September kehren wir wieder zurück – mit neuen Nachrichten – hoffentlich auch in Sachen Erbschaftsteuerreform.

Bis dahin – Ihnen alles Gute und einen schönen Sommer!

Herzlichst

Ihr
Otto Kieninger und Joachim Vogel
unterschiedlich & abgeschrieben
Errichtet ein Unternehmer auf einem Grundstück, das ihm und seiner Ehefrau gemeinsam gehört, ein Betriebsgebäude, so gehört das Gebäude zur Hälfte seiner Frau und ist insoweit ihrem steuerlichen Privatvermögen zuzurechnen. Wird das Grundstück später unentgeltlich auf ein Kind übertragen, das den Betrieb fortführt, muss das Kind die beiden Gebäudehälften unterschiedlich hoch abschreiben und kann hinsichtlich der Gebäudehälfte seiner Mutter Abschreibungen vom höheren Einlagewert vornehmen.>> mehr
ausbezahlt & abgelehnt
Laut einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts (BAG) hat ein Arbeitnehmer aufgrund des Mindestlohngesetzes keinen Anspruch auf ein erhöhtes Monatsgehalt, erhöhte Jahressonderzahlungen sowie erhöhte Lohnzuschläge.>> mehr
anerkannt & möglich
Das Bundesfinazministerium hat sich zum Abzug von Unfallkosten neben der Entfernungspauschale geäußert. Die überraschende Aussage: Ein Werbungskostenabzug soll weiterhin möglich sein.>> mehr
steuerfrei & geeignet
Zahlt der Arbeitgeber Kinderbetreuungskosten für die Unterbringung (einschließlich Unterkunft und Verpflegung) sowie Betreuung eines nicht schulpflichtigen Kindes in Kindergärten und vergleichbaren Einrichtungen seines Arbeitnehmers, sind diese Leistungen lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei. Voraussetzung ist, dass diese Zahlungen zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erbracht werden.>> mehr
Kanzleinews
gespannt
Eigentlich sollte die Erbschaftsteuerreform am 30. Juni 2016 in Kraft treten. Nachdem diese Frist nicht eingehalten werden konnte, teilte das Bundesverfassungsgericht jetzt in einem Schreiben der Bundesregierung, dem Bundestag und dem Bundesrat mit, dass es sich nach der Sommerpause Ende September „mit dem weiteren Vorgehen im Normenkontrollverfahren um das Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz befassen wird“. Das bedeutet: Das Bundesverfassungsgericht würde eine verfassungsgemäße Regelung selbst in die Hände nehmen. Man darf also gespannt sein, ob Bund und Länder vorher zu einer Einigung kommen.
angekündigt
Im Rahmen der Modernisierung des Besteuerungsverfahrens kommen verlängerte Abgabefristen – diese gelten allerdings erst ab 2019. Dies bedeutet: ab der 2018er-Steuer gibt es eine Fristverlängerung vom 31. Mai auf den 31. Juli.
absetzbar
Die Kosten für die Überlassung eines Dienst-Fahrrads sind für den Arbeitgeber zu 100 Prozent als Betriebsausgabe absetzbar. Dies gilt auch, wenn das Fahrrad ausschließlich privat genutzt wird. Der Arbeitnehmer versteuert die Privatnutzung ebenso wie bei einem Dienstwagen.
wertlos
Wenn Aktien völlig wertlos werden und ohne Gegenleistung aus dem Depot ausgebucht werden, gilt dies laut einem Urteil des Bundesfinanzhofs als Verkauf und kann als Verlust steuerlich geltend gemacht werden.
Kennen Sie diese Zahl?
43
Anteil der Deutschen, die ihre Einkommensteuererklärung von einem Dienstleister erstellen lassen, in Prozent.
96
Anteil der Italiener, die ihre Einkommensteuererklärung von einem Dienstleister erstellen lassen, in Prozent.
Quelle: brand eins Wirtschaftsmagazin
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